Günstig bauen - von der Idee zum Haus

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Grunderwerbsteuer

Erwirbt man in Deutschland ein Haus oder Grundstück, wird auf den Kaufpreis die sogenannte Grunderwerbssteuer fällig. Die Summe liegt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent. Erwirbt man beispielsweise Grundstück und Gebäude von einem Bauträger muss die Grunderwerbsteuer auf die Gesamtsumme bezahlt werden. Kauft man jedoch das Grundstück separat und baut dann mit einer Baufirma, hat man nur auf die Grundstückskosten die Grunderwerbssteuer zu zahlen. Im Übrigen zählen bei den Gesamtkosten auch eventuelle Maklerkosten mit dazu.

Günstig bauen

Auch heutzutage kann man günstig bauen. Zum Einen sind die Zinsen für Baugeld so günstig wie die letzten 20 Jahren nicht mehr, zum Anderen bietet die KfW-Bank mit ihren Programmen viele Möglichkeiten günstig zu Baugeld zu kommen.
Ausschlaggebend für die Hauskosten sind viele unterschiedliche Faktoren. Hierzu gehören zuallererst die Grundstückskosten. Grund und Boden ist in großen Städten fast unbezahlbar geworden und kaum zu bekommen, Quadratmeterpreise von 600,-€ sind hier keine Seltenheit. In kleineren, stadtnahen Gemeinden sieht die Sache für zukünftige Bauherren schon vorteilhafter aus. Die Nachfrage steigt stetig an, und so haben viele Gemeinden in der Vergangenheit reagiert und viele Neubaugebiete sind entstanden bzw. in Zukunft geplant. Auch bieten viele Gemeinden Programme für Familien mit Kindern an, die bevorzugt ein Grundstück erhalten und teilweise auch Preisabschläge auf den Quadratmeterpreis erhalten.

In die Überlegung was für eine Hausform für mich in Betracht kommt, kann man beispielsweise auch über ein Doppel- oder Reihenhaus nachdenken, welches sich bereits auf Grundstücken mit etwa 200 Quadratmetern realisieren lässt. Für freistehende Häuser benötigt man mindestens ein doppelt so großes Grundstück. Alternativ kann eine Einliegerwohnung im Haus mit eingeplant werden, die anschließend vermietet wird. Dies kann beispielsweise bei der Abzahlung des gesamten Hauses helfen und mit in Betracht gezogen werden.

Keller oder Bodenplatte?

Diese grundsätzliche Entscheidung ist sehr wichtig und kann später nicht mehr nachträglich geändert werden. Zwar kostet ein Keller in der Regel mindestens das Dreifache einer Bodenplatte, jedoch ist der zusätzliche Stauraum nicht zu unterschätzen. Verzichtet man auf einen Keller müssen die fehlenden Flächen teilweise durch größeren Wohnraum ausgeglichen werden. Das verteuert wiederum das Gebäude. Bei schwierigem Untergrund sollte man lieber auf einen Keller verzichten.

Einfacher Baukörper

Je komlizierter die Außenhülle eines Hauses gestaltet ist, desto teurer wird die Ausführung. Wichtiger als Erker oder Wintergärten ist hier eine gut durchdachte, und auf die Bedürfnisse aller Bewohner, abgestimmte Raumaufteilung. Das muss nicht einfallslos aussehen, sondern ist bei ansprechender Gestaltung zu bevorzugen. Ein offener Wohnbereich vermittelt ein großzügiges Wohngefühl und kann deshalb auch auf ein paar teure Quadratmeter verzichten. Weiterer Vorteil: einfache Gebäudeformen verbrauchen auch weniger Heizenergie.

In den letzten Jahren findet der Bauhaus-Stil immer mehr Anhänger – auch eine reduzierte Formensprache. Somit gilt hier: form follows function.

Dachform und Eindeckung

Auch hier gilt, je einfacher – desto günstiger. Ein einfaches Satteldach ist die günstigste Variante. Deshalb sollte, wer Geld sparen will, diese Dachform bevorzugen. Durch eine Erhöhung des Kniestocks, auch bis zum Vollgeschoss möglich, kann unter dem Dach kostengünstig zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden ohne die Grundfläche des Hauses zu vergrößern. Auch bei der Wahl der Eindeckung kann man als Bauherr einige Euro einsparen.

Zusätzliche Fenster im Dach lassen sich beispielsweise mit modernen Dachfenstersystemen wesentlich günstiger realisieren als mit Gauben.

Heizung

Moderne Heizsysteme arbeiten hocheffizient und sparen viele Energiekosten. Eine Investition in ein etwas teureres, aber effizienteres System amortisiert sich in wenigen Jahren. Hierzu sollte man auch immer passende Dämmsysteme einsetzen. Moderne Gebäudehüllen, beispielsweise von Fertighäusern, sind von vorneherein auf diese Ansprüche ausgelegt. Hier sollte man nicht am falschen Ende sparen.

Sonstige Nebenkosten

Zu den Zusatzkosten die immer anfallen gehören Notar, Grundbucheintrag, Erschließungskosten, Aushub- und Verfüllungsarbeiten sowie Umzugskosten. Diese Kosten sollte man nicht unterschätzen und gleich zu Beginn mit in die Finanzierung einrechnen lassen. Auch das Bauen mit einer Fertighausfirma kann hier Geld einsparen. Durch einen fest vorgegebenen Zeitplan und einen festen Einzugstermin kann man Belastungen durch doppelte Miete bzw. Finanzierung besser planen.

 

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